Superman

Liebe Ladies & Fellas

Durch diesen Buzzfeed-Artikel ist mir eingefallen, über was ich schon lange einen Blogeintrag schreiben wollte:
http://www.buzzfeed.com/jarettwieselman/im-super-thanks-for-asking#.ksA4AvvZe

Es geht um einen meiner liebstsen Superhelden: Ich habe zwei liebste Superhelden, da ich mich, wie beim Sex, nicht zwischen zwei Kategorien entscheiden kann. Das wären „Iron Man“ & „Superman“. Bei „Iron Man“ gefällt mir die Philosophie dahinter: Superhelden werden nicht geboren, sie erschaffen sich, trotz aller Rückschläge, selbst, in dem sie im richtigen Augenblick die richtige Entscheidung treffen.

Aber hier geht es um Superman & jüdisch, wie ich bin, ist es irgendwie logisch, das mir „Superman“ UND die ganze Philosophie dahinter gefällt. Denn es geht mir nicht nur darum, das die Schöpfer Juden waren. Wenn es mir darum gehen würde, könnte ich genau so gut „Batman“ mögen, immerhin waren seine Schöpfer auch Juden, nämlich die Herren Kane & Finger. Aber bei „Superman“ geht es mir um die Philosophie & Geschichte, welche dahinter steckt & das erkläre ich Ihnen jetzt:

Superman wird als Jude geboren, das sieht man an seinem Namen (Kal-El ist Hebräisch & bedeutet „Gott ist überall“) & auch daran, wie er von seinen Eltern gerettet wird. Letzteres erinnert wohl nicht unbeabsichtigt an Moses, unseren Propheten: Bei beiden hat die Familie sie ausgesetzt, um ihr Überleben zu sichern. Mehr noch: Die Geschichte von Superman erinnert an die Kindertransporte, die jüdische Familien vor dem zweiten Weltkrieg wenigstens eines ihrer Kinder, vor den Nazis & ihren Kollaborateuren, zu retten. In „Kill Bill – Volume 2″ sagt Bill zu Kiddo, das Clark Kent das sei, was Superman in seinen Mitmenschen sieht, in gewisser Weise stimmt das sogar.“Superman“ hält der nicht-jüdischen Welt, in der wir Juden uns, vorallem in der Diaspora, bewegen, auch den Spiegel vor: Er muss seine Identität verschleieren, weil er nicht weiss, ob sein Gegenüber ihn für seine Existenz verachtet, er reagiert, wo andere kapitulieren, oder gar kollaborieren & zeigt somit auf, wie wir als Minderheit, manchmal unsere Umgebung sehen, vorallem, wenn es darum geht, eine Minderheit zu retten; lethargisch, oppurtunistisch & indifferent. Dies zeigt sich ja auch an Supermans Alter Ego Clark Kent, welches in meinen Augen eine Art Privat-Parodie seiner Umgebung ist. An Clark Kent zeigt Superman uns auf, was mit dieser Welt nicht in Ordnng ist, wie sie von Lethargie zerstört wird, wie man zum Beispiel in Ruanda gesehen hat, oder als sich die Alliierten weigerten die Gleise, die zu den Konzentrationslagern führten, mit gezielten Luftangriffen zu zerstören. Clark Kent, der ja, wie gesagt, Supermans Privat-Parodie ist, lässt sowas zu. Superman nicht.

All dies führt dazu, das Superman zu meinen Lieblingssuprhelden gehört.

 

2 Gedanken zu „Superman“

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