Offener Brief an die VBZ (Wintereinbruch)

Geehrte Damen und Herren!

Heute, am 15.Januar 2021, musste ich aufgrund eines Wintereinbruchs über 50 Minuten nach Hause laufen, weil verschiedene Tram- und Buslinien in Zürich eingestellt waren. Nun liegt Zürich in der Schweiz und die Schweiz ist nun wahrlich kein Staat in den Tropen, wo ein Winterbruch im Januar etwas Aussergewöhnliches ist. Demzufolge kann ich als langjährige VBZ-Kundin es absolut nicht verstehen, warum die VBZ nicht besser gerüstet sind für eine Situation wie diese. Es ist mir absolut unbegreiflich, wie die VBZ ihre Kundschaft wortwörtlich in Eis und Kälte stehen lassen kann, aufgrund etwas so vergleichsweise Banalem wie Schnee im Januar auf der Nord-Halbkugel.

Wollen die Verantwortlichen bei der VBZ so durch die Blume zu verstehen geben, dass sie ein Schönwetterbetrieb sind und ihren Service nur bei gutem Wetter anbieten können und wollen? Ich bin, neben der Tatsache, dass ich immer noch vor Kälte zittere, extrem wütend auf die Verantwortlichen bei der VBZ, dass sie diese Situation so schlecht gemeistert haben.

Es ist entwürdigend, als zahlende Kundin zuerst für gut 20 Minuten bei Eiseskälte an einer Tramstation zu warten und dann in Eis und Schnee nach Hause watscheln zu müssen. Und man muss bedenken: Ich bin zwar im Grossen und Ganzen gesund, aber es gibt viele Menschen in Zürich, die auf einen funktionierenden öffentlichen Verkehr angewiesen sind und Behinderungen haben. Gerade deshalb finde ich das Versagen der Verantwortlichen bei den VBZ solch eine Unverschämtheit. Auch und weil in Zürich offensiv für öffentlichen Verkehr geworben wird, nur um dann in solchen Situationen in die Röhre zu gucken.

Und während ich mich Zuhause von meiner heutigen Tour de Force erhole und mich darüber ärgere, zu allem Übel, meine Handschuhe verloren zu haben, finde ich, dass die Verantwortlichen bei den VBZ nun bei ihrer Kundschaft um Entschuldigung bitten sollten. Dies würde, meiner Meinung nach, von einem gewissen Anstand und Höflichkeit gegenüber zahlender Kundschaft zeugen.

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Warum gibt es kein BDS gegen russische Okkupation?

Geehrte Leserinnen und Leser!

Warum gibt es kein BDS (Boykott, Divestment und Sanktionen) gegen die Regierung in Moskau und Kreml-Proxys wie die sogenannten «Volksrepubliken» im Donbass und Suchumi/Abchasien und die Zchinwali-Region/»Süd-Ossetien» und die Tatsache, dass Russland offiziell und oben drein illegal die Krim okkupiert und annektiert hat?

Warum kümmert es so wenige, dass es Russland war, das den ersten Krieg auf europäischem Boden im 21.Jahrhundert entfacht hat, als es im August 2008 Georgien angegriffen hat? Warum interessieren sich so viele europäische Kulturschaffende und vermeintliche Intellektuelle für die Situation der sogenannten Palästinenser, notabene die einzige arabische Sub-Ethnie, welcher diese Form der Aufmerksamkeit geschenkt wird und auch nur dann, wenn man Israel, den Juden unter den Staaten, irgendwie beschuldigen kann. Es gibt kaum europäische Kulturschaffende und Aktivisten, die sich mit der tragischen Situation der Krim-Tataren befassen. Warum auch? Man kann, wenn man sich mit diesen Menschen befasst, die Schuld an ihrer Situation kaum Benjamin Netanyahu oder Theodor Herzl in die Schuhe schieben.

So ist es, dass der Jude unter den Staaten zum Prügelknaben derer wird, die sich ob ihrer Selbstgerechtigkeit ergötzen, währenddessen die Herrschaften im Kreml, darunter der KGB-Zwerg, Vladimir Putin, schalten und walten können, wie es ihnen beliebt. Darunter fällt eben auch die Okkupation von Territorien von zwei souveränen Staaten, die in Europa liegen, nämlich Georgien und der Ukraine, quasi vor der Haustür derer, denen angeblich so viel an der Einhaltung von Menschenrechten liegt, aber auch nur dann, wenn man sogenannte Israelkritik praktizieren kann.

Es ist nun offensichtlich, warum es kein BDS oder ähnliche Aktionen im Umgang mit dem gescheiterten Imperium Russland gibt, das seine regionalen Nachbarn schikaniert und Territorien souveräner Staaten okkupiert. Russland ist nämlich Russland und kein Judenstaat. Aufgrund des weitverbreiteten antisemitischen Ressentiments gibt es natürlich kein BDS für Staaten wie Russland oder China oder die Islamische Republik Iran.

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