Warum der Iran ein gescheitertes Imperium ist

Geehrte Leser!

Zu den folgenden Zeilen wurde ich durch die Worte des grössenwahnsinnigen Ayatollahs Alam Alhoda inspiriert, der in einer seiner Predigten den Kollaps der USA vorausgesehen haben will. Nun auch für grössenwahnsinnige schiitische Prediger gilt, was für uns Normalsterbliche gilt: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Und so schickt es sich nicht für Iraner die USA so zu beschimpfen, gerade wenn man die Geschichte der Perserreiche in Bezug auf Kolonialismus und Sklaverei durchforstet. Die USA hingegen, die nach Ansicht mancher Gelehrter den ersten Deizid der modernen Geschichte begangen haben, in dem sie vom japanischen Kaiser die sogenannte «Menschlichkeitserklärung» abgerungen haben (In der Erklärung bekannte sich der Kaiser dazu ein Mensch wie alle anderen und kein Arahitogami, ein menschgewordenes Kami zu sein.)  Trotzdem existieren die USA bis heute erfolgreich weiter, während die Islamische Republik Iran seit über 30 Jahren von einer andauernden Trockenheit heimgesucht wird.

Wenn man, wie Ayatollah Alam Alhoda, sehr religiös ist, könnte man in solchen Begebenheiten Zeichen des Himmels sehen. Zeichen des Himmels, die einem sagen wollen, dass man auf dem Holzweg ist, während die USA es richtig machen. Aber Ayatollah Alam Alhoda wäre kein grössenwahnsinniger Ayatollah, der wie viele seiner Landsleute, sowohl Anhänger des Regimes wie auch Oppositionelle, Geisel seines ureigenen Irredentismus ist, wenn er in sich gehen würde und über solche Dinge nachdenken würde.  Dabei ist es gerade der Irredentismus in Kombination mit der Tatsache, dass verkommene Subjekte, wie Ayatollah Alam Alhoda an den Schaltflächen der Macht in Teheran sitzen, der den Iran zu einem gescheiterten Imperium macht. Denn der Iran ist, als Rechtsnachfolger der Perserreiche, der Rechtsnachfolger von gescheiterten Imperien. Wären die Perserreiche nicht gescheitert, aufgrund konstanter Aufstände im Kaukasus und in Afghanistan, die durch persisch-schiitischen Chauvinismus provoziert wurden, und der zahlreichen und kostspieligen Kriege gegen die Osmanen, Russen und Britten, würden die Perserreiche noch existieren. Es ist aber die jetzige, irredentistische Politik, die iranische Soldaten und Söldner nach Syrien, in den Jemen und Libanon gebracht hat, die den Iran zu einem gescheiterten Imperium macht. Denn während das Regime der Statthalterschaft der Gelehrten, angetrieben vom eigenen grössenwahnsinnigen Traum das Perserreich unter dem Banner der Islamischen Republik wieder auferstehen zu lassen, die Ressourcen des Irans verspielt, leiden die Menschen im Iran unter dieser Politik, weil Lebensmittel schlicht unerschwinglich werden und das Grundwasser versiegt.

Währenddessen wollen Wohlmeinende in Europa und anderswo weiterhin einen Dialogmit dem Regime der Islamischen Republik betreiben und eine Annäherung suchen, was meiner Ansicht nach immer nur moralischer Prostitution gleichkommt. Denn welcher vernunftbegabte Mensch sollte danach streben sich in irgendeiner Form an eine menschenverachtende Theokratie anzunähern, die Menschen an helllichtem Tag an Baukränen aufhängen lässt?!

Und so ist es, dass hinter all der Revolutionsrhetorik der Ayatollahs, die blutige Fratze des Irredentismus lauert. Eines Irredentismus, der zu wenig Beachtung findet bei denen, die keine Skrupel dabei haben konstant britische oder französische Politiker des Kolonialismus und Imperialismus zu bezichtigen. Denn während die Geschichte von westlichen Kolonialmächten, wie Frankreich und Grossbritannien im grossen und ganzen aufgearbeitet wurde und sogenannte «Social Justice Warriors» im angelsächsischen Raum immer mehr zur Plage werden, ist die Geschichte von Sklavenhandel, Imperialismus und Kolonialismus in Staaten wie der Türkei, aber auch im Iran immer noch nicht richtig erforscht. Obwohl es sich sowohl bei der Türkei wie auch beim Iran um Erben von gescheiterten Imperien handelt. Gerade diese fehlende Aufarbeitung ist es, die regressiven Kräften in der Islamischen Republik Iran Antrieb verleiht und den Iran allgemein wieder in imperialistische und irredentistische Angewohnheiten abgleiten lässt.

Dies lässt sich am folgenden Beispiel gut beobachten: Die kanadisch-iranische Wissenschaftlerin Behnaz Mirzai erforscht seit über zwanzig Jahren die afrikanische Diaspora des Iran. Diese Diaspora stammt von Sklaven ab, die von der afrikanischen Ostküste während der Zeit der Perserreiche, unteranderem, nach Sistan und Baluchistan verschleppt wurden. Trotz der Tatsache, dass nur ein kleiner Teil der Sklaven im Perserreich aus Afrikanern bestand, die Mehrheit der Sklaven dagegen aus versklavten Völkern des Kaukasus, primär Tscherkessen und Georgiern, wird Frau Mirzais Forschung konstant von anderen Iranern ins Lächerliche gezogen oder gar sabotiert. Mit einer solchen Einstellung, die durch die im Iran vorherrschende Schamkultur gespiesen wird, zementiert man die Rolle des Iran als gescheitertes Imperium.

Khameini und die LGBTI-Gemeinschaft

Geehrte Leser und Leserinnen!

Sofern Sie etwas Medien konsumieren und nicht unter einem Stein in Usbekistan hausen, dürfte Ihnen geläufig sein, dass der oberste Religionsführer des Regimes der Islamischen Republik Iran, Ali Khameini heisst. Ihnen wird auch bekannt sein, dass die LGBTI-Gemeinschaft im Iran nichts zu lachen hat, weil selbst minderjährige Homosexuelle am Galgen geendet sind. Ihre Sexualität frei ausleben, können die meisten LGBTI-Menschen iranischer Herkunft nur geschützt im Raum des Privaten oder im Exil.

Was Ihnen bestimmt noch nicht bekannt ist, ist, dass Khameini selber, in seiner Jugend, als Stricher/ Sex-Worker in den Badehäusern von Ghom gearbeitet hat, um über die Runden zu kommen, und das obwohl er anno dazumal aussah, wie die iranische Billigversion von Steve Urkel. Nun ist dieses, meiner Ansicht nach, verkommene Subjekt namens Khameini in den Schlagzeilen, weil er den USA und deren gewählten Präsidenten droht. Egal, was man über Trump sagen kann: Er ist demokratisch legitimiert. Im Gegensatz zu dem Mann, der heute den Iran mit einer Faust beherrscht und sich früher in Badehäusern prostituierte. Der Grössenwahn von Khameini ist schon suizidal und bedroht die Existenz des Iran und den Weltfrieden. Aber zurück zu Khameini selber, bei dem ich an Elfriede Jelineks Zitat über Haider denken muss: „Er ist der Führer eines homoerotischen Männerbunds und arbeitet bewusst mit homophilen Codes, natürlich ohne sich wirklich als homosexuell zu bekennen.“

Da Khameini tatsächlich nicht nur der Führer eines homoerotischen Männerbunds ist, sind solche Skandale wie um den Freispruch des Koranlehrers Said Toussi nur die Spitze des Eisbergs. Said Toussi wurde von mehreren seiner ehemaligen Schüler beschuldigt sie jahrelang sexuell missbraucht und erniedrigt zu haben, trotzdem wurde er in einem Revisionsverfahren ohne reguläres Gerichtsurteil freigesprochen, weil das Büro des ehemaligen Sex-Arbeiters, d.h. des obersten Religionsführers, Druck auf die Justiz ausgeübt hat, um einen Freispruch für diesen Kinderschänder zu erzwingen. Der Iran ist ein Land mit einer tiefsitzenden Schamkultur und für die Betroffenen, von denen viele bis heute im Iran leben, war es schwer über den Missbrauch zu reden, den sie jahrelang von einer Respektsperson erdulden mussten! Dass das Revisionsverfahren nun zu einem Freispruch für Toussi geführt hat, ist nicht weiter überraschend, da die Islamische Republik kein Rechtsstaat, sondern eine theokratische Kleptokratie ist. Trotzdem ist der Freispruch eine weitere Demütigung der Opfer des Koranlehrers.

Da, wie schon erwähnt, dieser Fall nur die Spitze des Eisbergs ist, erstaunt es nicht, dass meine iranischen Freunde mir sagen, dass wenn das Regime der Islamischen Republik Geschichte sein wird, Fälle ans Tageslicht kommen werden, die selbst pädophilen, römisch-katholischen Priestern die Schamesröte ins Gesicht treiben würden. Alltag am theologischen Seminar in Ghom ist nämlich, dass Neuzugänge in einem Fass sitzen müssen und dort quasi als Sexsklaven für die älteren Kommilitonen und Geistlichen dienen müssen. Auch ist es normal, dass in Ghom die Geistlichen, sofern sie untereinander sind, alle zusammen nackt «beten», d.h. sie führen sich gegenseitig in Versuchung, um auszutesten, wie lange es braucht bis sie übereinander herfallen, um eine riesige Orgie zu feiern. Was Verkommenheit und Machthunger angeht, stellen solche Kleriker selbst Clans, wie Borgias und Medicis in den Schatten, denn die Borgias und Medicis waren zumindest als Kunst- und Kulturfreunde bekannt, während die Kleriker von Ghom primär den internationalen Jihadismus fördern, während sie selber homoerotischen Orgien frönen. Das alles geschieht, während die Menschen im Iran unter der Wasserkrise leiden, die dazu führte, dass allein in der Stadt Varzaneh, in der Zentralprovinz Isfahan,  über 500 Schulmädchen an Leishmanien erkrankt sind und deshalb für den Rest ihres Lebens mit schrecklichen Narben im Gesicht, die wie Verätzungen aussehen, rumlaufen müssen. Die Verantwortlichen der Stadt Varzaneh werden auch jetzt keine präventiven Massnahmen ergreifen, um weitere Erkrankungen zu verhindern. Generell ist die Infrastruktur im Iran heruntergewirtschaftet, aber das kümmert die Eliten des Regimes der Islamischen Republik nicht, die das Geld lieber mit vollen Händen für Jihadisten ausgeben und bizarre Orgien in Ghom feiern. Deshalb kann der Tag eines Regime-Change im Iran nicht früh genug kommen, schon alleine um zu verhindern, dass weitere Arbeiter wie Esmail Bakhshi, gefoltert werden, Bahai nicht im Gefängnis verrotten und Frauen endlich gleichberechtigte Bürger sein können. In diesem Sinne: Marg-bar Jumhurriyet Eslamiye! Für einen säkularen Iran ohne kleptokratische Ayatollahs!