Kollegah und der schnöde Mammon

Geehrte Leser!

Für Sie ist es sicher kein Geheimnis, das Kollegah und ich nie Freunde werden, unteranderem weil ich finde, dass jemand wie Kollegah, der so oft austeilt, auch einmal lernen sollte einzustecken. Heute berichte ich Ihnen über einen Fall, bei dem Herr Felix Blume, so heisst Kollegah nämlich bürgerlich, etwas einstecken musste: Er hat einen Prozess gegen den «Bayerischen Rundfunk», kurz «BR», verloren. Kollegah hatte prozessiert, weil ihm nicht gepasst hat, dass ein Podcast des «BR» sich kritisch über seine Aktivitäten im Coaching-Geschäft äusserte. Ich hingegen frage mich: Wenn Kollegah so wohlhabend ist, warum versucht er sich mit “Coaching” ein paar Kröten dazuzuverdienen und warum kann er sich keinen anständigen Friseur leisten? Ehrlich gesagt sieht für mich Kollegah so aus, wie  das Produkt einer illegitimen Verbindung zwischen Karp Lykov und einem Salafisten nach jahrelangem Anabolikamissbrauch.

Vielleicht versucht Kollegah etwas Geld zu sparen, um dieses Geld dann zweifelhaften Stiftungen wie «Ansaar International» zu spenden und ist deshalb bereit, wie ein Altgläubiger aus der Taiga rumzulaufen. Vielleicht traut sich auch niemand, Kollegah die Wahrheit zu sagen, weil alle Angst davor haben, von ihm verklagt zu werden. Was es auch ist, für mich ist Kollegah meine persönliche Witzfigur: Ein studierter Jurist aus der hessischen Provinz, nämlich aus Friedberg, der zuerst auf Zuhälter und Gangster machte und nun den Super-Moslem mimt wegen dem schnöden Mammon, der im Rap-Geschäft nunmal bei Migranten aus der MENA-Region zu holen ist, und deswegen konstant mit dem antisemitischen Ressentiment spielt, das sowohl innerhalb der Mehrheitsgesellschaft in Mitteleuropa wie auch im Nahen und Mittleren Osten verbreitet ist und nun, wegen eines Podcasts gegen den «BR» prozessiert und verloren hat.

Die ganze Situation wäre zum Lachen, wenn ihm nicht, trotz allem, so viele auf den Leim gehen würden. Das ist der Gipfel der Groteske.

Meine two-cents zum Ramadan

Liebe Ladies und Fellas

Seit der Ramadan dieses Jahr angefangen hat, wurden einige Beiträge bei CNN und, unteranderem, in der «Zeit» darüber publiziert, wie Nicht-Muslime sich während des Ramadan gegenüber Muslimen verhalten sollten. Der Beitrag in der Zeit, geschrieben von Esra Ayari, hat besonders Eindruck bei mir hinterlassen und das nicht in einem positiven Sinne. Denn besagter Beitrag lässt mich mit Fragen und Zweifeln zurück, unteranderen frage ich mich, wie Menschen, welche harte, körperliche Arbeit verrichten müssen, wie Pflegekräfte und Bauarbeiter, dies an Ramadan durchhalten. Esra Ayari, welche neben ihrer Tätigkeit als Journalistin, studiert, sagt in ihrem Beitrag selbst, dass sie in den Vorlesungen (!) während des Ramadan völlig fertig ist. Ich, als Jüdin welche an Yom Kippur faste, kann mir nicht vorstellen, dass Menschen, die eine körperlich anspruchsvolle Arbeit haben, diese Tätigkeit während des Ramadan wie gewohnt ausführen können, wenn eine Studentin in den Vorlesungen schon schwächelt.

Alles in allem, stiess mir der Artikel von Frau Ayari sauer auf. Auch deshalb, weil sich Frau Ayari darüber echauffiert, dass der Ramadan in Deutschland und anderen Staaten ausserhalb der Ummah, als etwas Exotisches angesehen wird. Etwas, dass ich nur zu gut kenne, wenn ich jüdische Bräuche und Feste erkläre oder mir, für den oben erwähnten Yom Kippur, frei nehme. Dieses Erklären-Müssen hat damit zu tun, dass wir Juden und Muslime in Europa Minderheiten sind und deshalb als exotisch und «anders» angesehen werden, sich da zu echauffieren hilft nicht, dass kann können Sie mir glauben. Ein echter Dialog und der Wille alles genau zu erklären schon eher. Denn mich interessiert es zum Beispiel ernsthaft, wie in aller Welt körperlich hart arbeitende Menschen den Ramadan durchhalten, wenn ich daran denke, wie der Ayalon, die meistbefahrene Strasse Israels, an Yom Kippur aussieht…