Mein Senf zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine und der iranischen Beteiligung

Geehrte Leserinnen und Leser!

Es ist mal wieder Zeit für einen Quickie in Bezug auf die Ereignisse der vergangen Tage und Wochen, denn einerseits bestreitet Teheran nicht mehr, Russland mit Drohnen und anderem Kriegsgerät versorgt zu haben, und das wiederum bedeutet, dass, was heute von Russland nach Lviv fliegen kann, schon morgen in Debrecen landen könnte. Andererseits hat nun die Ukraine glücklicherweise die Kontrolle über die Regionalhauptstadt der Cherson-Oblast erlangt.

In Bezug auf die Achse Moskau-Teheran, Ankara ist da dieser Tage nicht so präsent, machen sich viele Leute Sorgen. Zu Unrecht, wie ich meine. Klar sollte man Vorsicht walten lassen, gerade auch weil den Herrschaften in Moskau und Teheran Menschenleben nichts bedeuten, wie der Abschuss der Passagierflugzeuge durch Girkins Miliz, respektive die Revolutionsgarden wie auch die gemeinsame Kollaboration gegen die Ukraine zeigt.

Allerdings handelt es sich sowohl bei Russland, wie auch dem Iran um gescheiterte Imperien, die mit ihrer irredentistischen Aussenpolitik und dem Expansionismus und Export von Terror nicht von all den Katastrophen im Inneren ablenken können. In Bezug auf Russland ist es die allumfassende Korruption, die nun Russlands Armee in der Ukraine wie einen Papiertiger aussehen lässt, die Waldbrände, illegalen Mülldeponien und der russische Chauvinismus. Währenddessen im Iran der Klerikalfaschismus des Mullahregimes, persischer Chauvinismus und auch eine allumfassende Korruption den Alltag der dortigen Bevölkerung zum Alptraum macht.

Dieser Alptraum hat wiederum dazu geführt, dass dieser Tage die Bevölkerung im Iran wieder gegen die Herrschaft der Mullahs aufbegehrt. Wohin dieser Aufstand führt, kann ich noch nicht sagen. Entweder wird der Iran die Chance bekommen, eine säkulare Demokratie zu werden, oder es wird wie in Belarus im Jahr 2020 enden, wo, nachdem Lukaschenko mit Hilfe Russlands die Demokratiebewegung niederschlagen liess und die rechtmässige Präsidentin, Svitlana Tsikanouskaya ins Exil zwang, nunmehr mehr Repression und Terror wüten, und Belarus deshalb nunmehr nur noch de jure unabhängig ist, de facto aber ein Vasallenstaat des Kremls ist.

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Präsident Macron und die orthodoxe Christenheit

Geehrte Leserinnen und Leser!

Es ist mal wieder Zeit für einen Quickie, denn Frankreichs Präsident, Emmanuel Macron ist ins Fettnäpfchen getreten oder hat sich einen Fauxpas erlaubt, wie man so schön sagt.

Kürzliche appellierte Monsieur le Président an den Patriachen der russisch-orthodoxen Kirche und die russisch-orthodoxen Kirche an sich, dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine Widerstand zu leisten.

Dieser Appell zeigt mir, dass der französische Präsident orthodoxes Christentum nicht versteht. Dass „westliche“ Politikerinnen und Politiker das Christentum, das östlich des Bugs*  parktiziert wird, nicht verstehen, ist nun wahrlich kein Novum für mich.

Aber damit Sie, geehrte Leserinnen und Leser nicht den gleichen Fauxpas erleiden, werde ich Ihnen das alles hier erklären.

Zuallererst: Anders als im Protestantismus oder Katholizismus ist im orthodoxen Christentum nicht der Papst oder ein anderes kirchliches Oberhaupt der Stellvertreter Christi auf Erden, sondern der weltliche Herrscher. D.h. im Gegensatz zu Westeuropa, wo der Papst und der Kaiser zwei verschiedene Akteure waren, ist im orthodoxen Christentum seit den Tagen von Konstantin der weltliche Herrscher auch der Stellvertreter Christi auf Erden, was wiederum bedeutet, dass der Herrscher der säkularen und der kirchlichen Welt im orthodoxen Christentum eine Personalunion eingegangen sind. Darum ist der Partiarch der orthodoxen Kirche dem Zaren, Kaiser von Byzanz oder König der Könige Georgiens untergeordnet und nur eine Art kirchlicher Zeremonienmeister.

Deshalb wird Patriarch Kirill einen Teufel tun, und weiterhin zu Putin halten und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine unterstützen, denn einerseits inszeniert sich Putin als neuer Zar und ist tatsächlich ein russisch-orthodoxer Christ, andererseits ist Volodymir Zelenskii, der Präsident der Ukraine, ein säkularer Jude und demzufolge, nach kanonischem Recht, ein legitimes Ziel.

Zu guter Letzt möchte ich noch anmerken, dass obwohl Frankreich zwar selber eine säkulare Republik ist und Emmanuel Macron aus eigenem Wunsch Katholik ist, es mir nicht erklären kann, warum er keine Berater hatte, die ihm erklärt haben, was ich oben geschrieben habe, zumal ich Jüdin bin, zwar aus Osteuropa, aber trotzdem, und das weiss.

*Der Bug ist ein Fluss in Polen, der Ukraine und Belarus, der traditionell Grenze zwischen den Katholiken im Westen und den orthodoxen Christen im Osten war.

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