Arabische Heuchelei part I

Liebe Ladies & Fellas

Heute habe ich in der „Zeit“ gelesen, dass der Libanon ab 5. Januar eine Visumpflicht für Syrer einführt. Nun wäre das eigentlich keine Meldung wert, denn der Libanon ist, theoretisch, ein souveräner Staat & hat schon über einer Million syrischen Flüchtlingen Asyl gegeben, aber…
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/libanon-visum-pflicht-syrien-fluechtlinge

Aber, es gibt immer ein aber: Es ist nur ein weiterer Beweis für die arabische Heuchelei & die Unfähigkeit interne Konflikte unter einander zu regeln. Das zeigt der Schia-Sunna-Konflikt, der eine Pilgerreise nach Kerbala in ein Himmelfahrtskommando verwandeln kann. Das zeigt der algerische Bürgerkrieg. Das zeigt der „Schwarze September“/ jordanische Bürgerkrieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jordanischer_B%C3%BCrgerkrieg
Auch die aktuelle Zerrissenheit des Libanon, die eigentlich die gleiche Zerrissenheit, wie seit den siebziger Jahren ist, hängt damit zusammen. Denn arabische Führer, egal welcher Ideologie, schimpfen gerne auf den Westen, Israel, etc., um von internen Problemen abzulenken, nur das nützt nichts, wenn diese internen Probleme zu gross werden & das Land an den Rand eines Bürgerkriegs, oder noch weiter drängen…  Der Libanon steht vor den selben Problemen, wie Anfang den 70ern, so wie viele andere Staaten. Im Grunde bedeutet es also nichts anderes, das man verpennt hat diese Probleme zu lösen.

Ja, der syrische Bürgerkrieg hat Millionen von Syrern zu Flüchtlingen gemacht & ist schrecklich, nur gleichzeitig gibt es zweiundzwanzig arabische Staaten auf dieser Welt, die meisten mit einer sunnitischen Mehrheit & wenn man es also wirklich wollen würde, könnten Millionen syrischen Flüchtlinge bei ihren arabischen Brüdern unterkommen, ohne das gleich der syrische Bürgerkrieg auf andere arabische Staaten schwappt.  Anderswo, hat es, unter erschwerten Bediengungen, ja auch geklappt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Deutschland auch Deutsche aus der heutigen Tschechischen Republik, Polen & Rumänien auf. Die Integration klappte & heute könnte alles perfekt sein,, würde der „Bund der Vertriebenen“ nicht motzen… Israel nahm nach seiner Staatsgründung & dem Unabhängikeitskrieg über 1,5 Millionen Juden aus arabischen Staaten auf, ohne dass dies zu einer Situation wie in Jordanien oder im Libanon führte. Auch in den Achtzigern, Neunzigern & Nuller-Jahren, konnte Israel um die 1,5 Millionen Juden aus den ehemaligen Sowjetstaaten in die Gesellschaft integrieren. Dies sind nur Beispiele von einzelnen Staaten, aber es finden sich mehr… Der Punkt ist ein anderer:

Während arabische Staaten vor all diesen, teilweise hausgemachten, Problemen stehen, sind sie gleichzeitig schnell dabei den Westen & Israel sogar zu besuddeln, in dem sie Israel ständig beschimpfen & erwarten, das Israel für die Nakba-Flüchtlinge & deren Nachkommen sorgt, obwohl diese ja auch Araber sind… Die Araber schaffen es nicht einmal untereinander „Salam“ zu haben, doch sie sind die Könige der nutzlosen Initiativen, wenn es darum geht andere schlecht zu machen. Wie zum Beispiel letzte Woche der König von Jordanien mit seinem Friedensvorschlag für den israelisch-arabischen Konflikt. Nur zur Erinnerung: Das ist das gleiche, haschemitische Königreich, welches im eigenen Land Krieg gegen die PLO führte. Oder natürlich diese Visumspflicht im Libanon, die ganz klar eine Verzweiflungstat & die ich gut verstehen kann, weil sie aufzeigt wie viele ungelöste Probleme im Libanon zuhause sind, von konfessionellen Konflikten, bis hin zu fehlenden Bürgerrechten für Nakba-Flüchtlingen & ihren Nachkommen: Ein Beispiel ein Enkel eines Nakba-Flüchtlings darf im Libanon keine Univesität besuchen & kein Land erwerben.

All diese Faktoren zusammenenommen, ergeben für mich, arabische Heuchelei. Und ich fürchte, es ist noch nicht alles.

Islamophobie

Liebe Ladies & Fellas

In meinem bisher kurzen, dreiundzwanzigjährigen Leben, hat man mir schon einiges vorgeworfen, unteranderem das ich bourgeois sei, oder als Jüdin nicht besser als die Nazis sei, weil ich Fleisch esse/pro-israelisch/ pro-ukrainisch bin. Wie gesagt: Man kann mir einges vorwerfen, nur sollte man diese Vorwürfe auch begründen können. Diese Begründungen bleiben meist aus & es folgen stattdessen wüste Beschimpfungen, oder man versucht einen Nebenkriegsschauplatz zu eröffnen.

Einen der Vorwürfe, denn ich öfters höre ist: Ich sei islamophob & würde Muslime heute so behandeln, wie die Nazis die Meinen behandelt hätten. Dieser Vorwurf ist natürlich falsch. Weder töte ich Muslime, noch bin ich dafür, das man Muslime, egal welcher Ethnie & Hautfarbe auslöschen soll.

Was ich dagegen sage & meine:
Der Islam braucht DRINGEND Reformen & der politische Islam, vorallem die Idee eines islamischen Staates, ist eine gefährliche Ideologie. Das ist weder islamophob noch sonst wie hetzerisch. Das ist ein schlichter Fakt, denn es gibt tausende islamistische Terror-Organisationen & ständig sagt man, dass diese nichts mit dem Islam zu tun haben, obwohl sie nach der Sharia & im Namen des Islams töten. Klüger wäre es, wenn all diese Relativierer zu der „Moro Islamic Liberation Front“, die den Süden der Philippinen zu einem Kalifat umgestalten will, oder zu „Boko Haram“ gehen würden & ihnen sagen, würden, das ihre Handlungen haram seien. Wenn man mir das sagt, nützt es mir nichts & es hilft auch keinem der Opfer von islamistischem Terror, weder den Toten noch den Lebendigen. Es sind einfach nur billige Worte, welche die Situation entspannen sollten, sich dann aber als heisse Luft entpuppen, wenn eine andere, noch radikalere, islamistische Gruppierung aus irgendeinem Loch kriecht. Was in den letzten Jahren oft geschah, zuerst kamen nämlich die Muslimbrüder (& ihre Abspaltung, die Hamas), dann Al-Qaida & jetzt eben IS. & bisher kam immer wieder: „Das hat mit dem Islam nichts zu tun!!!“ Aber die Idee eines Islamischen Staates gehört zu den allgemeinen Lehren des orthodoxen Islams & die Verwirklichung eines Kalifats, zum Mainstream innerhalb der Sunna, der immerhin 85 % der Muslime weltweit angehören. Wir müssen uns endlich vom Gedanken verabschieden, das Dinge, die in der Madrassa gelehrt werden nicht nur abstrakte Ideen & Gebete sind, sondern konkrete politische Ideologie für einen islamischen Staat. Solche Lehrinhalte führen dann zu Organisationen wie der Muslimbruderschaft & IS. Leute, die an solchen Demos teilnehmen, wie 2006 in Kopenhagen, tragen eine ganz bestimmte Ideologie in sich:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kalifat#mediaviewer/File:Hizb_ut-Tahrir_demo_kbh.jpg Nochmals: Für diese Leute ist die Verwirklichung des Kalifats keine abstrakte Idee, sondern ein konkretes Ziel, für welches man mit entsprechenden Mitteln arbeiten muss. D.h. man schliesst sich zum Bsp. der IS an.

Wegen solcher Fakten, denke ich, dass der Islam Reformen braucht. Denn zwar gibt es auch christliche, oder jüdische, oder hinduistische radikale Gruppierungen, aber diese Gruppierungen sind marginal, lokal begrenzt & es werden nicht täglich mehr davon. Des weiteren: Kein Christ aus Europa kommt auf die Idee, sich der „Lord`s Resitance Army“ in den Wäldern von Uganda anzuschliessen, während es mehrere europäische Muslime, zum Beispiel aus Bosnien, Österreich & Italien gab, die sich dem IS angeschlossen haben.

Wer dies weiter verleugnet & dafür nur mit lächerlichen Begriffen, wie Islamophobie um sich schiesst, hilft niemandem, weder einer Demokratie, die so von Islamisten benutzt wird, noch dem Islam, der sich so nicht entwickeln kann.

Anmerkung: Ich bin auch gegen die PEGIDA & ähnliche Organisationen, da ich denke, das man nicht mit Nazis & gescheiterten Koksdealern zusammenarbeiten muss, um eine Demokratie zu retten.
Noch weniger bin ich dafür, wenn man jetzt pauschalt Gewalt anwendet gegenüber Muslimen & islamischen Einrichtungen. Erstens ist nicht jeder Muslim ein Islamist & Zweitens zemetiert das, die Opferhaltung, die von Islamverbänden gepflegt wird.