Unsere jüdische Kultur

Liebe Ladies & Fellas

Heute Abend möchte ich einen Essay über ein Thema schreiben, über welches ich schon oft Diskussionen führen musste. Es geht um Märtyrertum & Selbstmordattentate & warum Israel & das Judentum eine andere Sicht auf diese Dinge haben.

Es ist ja nun bekannt, das im Islam & Christentum das Märtyrertum eine herausragende Stellung haben, wie man zum Beispiel am Libanon gut sieht, wo Schiiten, Sunniten & Maroniten (Das sind orientalische Katholiken) zusammenleben:
„Märtyrer. Schahid. Im Griechischen wie im Arabischen leitet sich der Begriff aus dem Wort für „Zeuge“ ab. Blutzeugnis ablegen für den eigenen Glauben, leiden und sterben für den eigenen Gott. Das Judentum grenzt das Selbstopfer am stärksten ein, Lebensbewahrung ist oberstes Gebot. Im Christentum und im Islam, vor allem in der schiitischen Heilslehre, spielt das Martyrium eine besonders ausgeprägte Rolle. Das Gedenken an den Leidensweg Christi und an die Ermordung Husseins, Enkel des Propheten Mohammed, weisen verblüffende Ähnlichkeiten auf.“
http://www.zeit.de/2014/19/libanon-kampagne-gegen-selbstmordattentaeter

Wie in diesem Artikel kurz dargestellt wird, grenzt das Judentum das Märtyrertum von den drei abrahamitischen Religionen am stärksten ein. Das Selbstopferung im Judentum so stark eingeschränkt wird, hat historische & religiöse Gründe. Die historischen Gründe sind schnell aufgezählt: Inquisition, Pogrome aller Art & Schoah. So ist es nur logisch, dass für das Judentum, welches oft durch gewaltsame Ausseneinwirkung bedroht & fast ausgelöscht wurde, keinen Sinn darin sieht das Märtyrertum zu fördern. So führten historische dazu, dass im Judentum die Lebensbewahrung einen noch höheren Wert bekam. Klar kennt, das Judentum auch Märtyum, aber dies muss man ja nicht noch extra herbeiprovozieren. So führt dies dazu, das Rabbiner so etwas wie Selbstmordattentate klar ablehnen. Dieses Denken formte auch die Ethik in Israel., so entwickelt Israel Dinge, wie den „Iron Dome“, um seine Bürger unter allen Umständen zu schützen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Dome

Diese Ethik  führt auch dazu, dass Israel, auch unter allen Umständen seine Soldaten zurückholt, keiner zurückgelassen, keiner wird sinnlos geopfert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Verteidigungsstreitkr%C3%A4fte#Heimholung

Und natürlich führt diese Ethik dazu, dass sich so Verluste in den eigenen Reihen minimiert werden. Während die Gegenseite immer noch das Märtyrium herbeisehnt & den Tod herbeiprovoziert. Osama bin Laden sagte einst, an den Westen gewandt:
„Ihr liebt das Leben, wir den Tod.“
Sie finden das zu drastisch??? Nun, aber es ist die reine Wahrheit, wie zum Beispiel dieses Bild hier zeigt:
https://glezelevayne.files.wordpress.com/2010/10/child-suicide-bomber-pal-mom.gif

Auf der einen Seite wird immer noch die Selbstopferung glorifiziert, selbst für die Kleinsten, auf der anderen Seite wird das Leben geheiligt & alles gemacht, um dieses Leben zu schützen. Dies ist einer, wenn nicht der Hauptgrund, dafür, dass es im letzten Konflikt zwischen Israel & der Hamas ein solches Ungleichgewicht an Todesopfern gab. Dies ist der Unterschied zwischen unserer Kultur & deren Kultur. Ich möchte damit nicht sagen, dass arabische Kultur per se schlecht ist, aber in dieser Kultur wächst & gedeiht etwas, das Märtyrium glorifiziert & propagiert & so das eigene Volk dezimiert. So lange sich dies nicht ändert, werden weiterhin unschuldige Menschen sterben müssen.

Die arabische Politologin Wafa Sultan sagte einst einem Islamisten, dass Terroristen eigentlich Israel dankbar sein sollten, den durch Israel würden diese als Schuhada sterben. Dies klingt zwar sehr zynisch, doch darin liegt ein wahrer Kern: So lange die arabische Gesellschaft den Gedanken an Martyrium glorifiziert, herbeisehnt & reproduziert, wird sich dort nichts ändern. Golda Meir, die mal israelische Premierministerin war, sagte einst: „Frieden wird es dann geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als das sie uns hassen.“ Damit hat sie bis heute Recht & dies zeigt auch, wie sehr das Judentum das Leben heiligt.

Essay über die Mohammed-Karikaturen

Liebe Ladies & Fellas

In diesem Text möchte ich darlegen, warum mich die Pariser Anschläge nicht wirklich überrascht haben. Ich bin selber immer noch schockiert & traurig, dass dies in Europa möglich ist, aber wundern tut es mich nicht mehr.

Zuallerst möchte ich dem Leser, der mir Islamophobie oder Ähnliches vorwerfen will, etwas sagen: Es ist okay, wenn Muslime wegen der Karikaturen in „Charlie Hebdo“ oder ähnlichen Medien beleidigt sind. Das ist ihr gutes Recht, als Bürger eines Rechtsstaates. Auch ich bin wegen gewisser Dinge sauer, die andere nicht verstehen. Aber die Wahl der Mittel um der Wut ausdruck zu verleihen, die stelle ich in Frage. Der moderne Rechtsstaat bietet dafür zahlreiche Mittel. Muslime, die sich von solchen Karikaturen beleidigt fühlen, können:

  • Ihre Wut in Lesebriefen darstellen.
  • Proteste wegen der Karikaturen organisieren.
  • Einen Blog wie diesen hier betreiben & dort die Wut kundtun.
  • Selber Karikaturen anfertigen.
  • Sie können selbstverständlich auch Zeitungen verklagen.

Wie gesagt, dies alles ist möglich & damit habe ich auch keinerlei Probleme. Der moderne Rechtsstaat bietet genug Möglichkeiten, damit fast jeder seinem Unmut Luft verschaffen kann. Das zeigt zum Beispiel die Tatsache, das eine jüdische NGO mal „Charlie Hebdo“ verklagte & Recht bekam. Die Judikative ist mit einem guten Juristen in solch einer Auseinandersetzung eine gute Wahl. Aber das ist natürlich nur eine Möglichkeit, die der moderne Rechtsstaat bietet: So wie Medien das Recht haben, solche Karikaturen zu veröffentlichen, so hat auch jeder Muslim, jede Muslime das Recht beleidigt zu sein & dem Unmut darüber Luft zu machen. Die Presse- & Meinungsfreiheit ist in Europa kein exklusives Recht.

Jetzt zum eigentlichen Thema meines Blogeintrags: Warum ich nicht gänzlich verwundert bin über die Pariser Anschläge, lässt sich hier grod skzzieren & erklären.  Man hat dem ganzen nicht früh genug Grenzen gesetzt. Als es 2006 gewalttätige Demonstrationen gegen die Mohammed-Karikaturen in verschiedenen islamischen Ländern gab, bei denen Menschen getötet & gestorben sind, hat man sich wegen der Veröffentlichung besagter Karikaturen bei verschiedenen moslemischen Staaten entschuldigt, wie hier berrichtet wird:
„Am 3. Februar stürmten 150 Demonstranten das Gelände der dänischen Botschaft in Jakarta. Unter anderem riefen sie: „Wir sind keine Terroristen, wir sind keine Anarchisten, aber wir sind gegen Leute, die den Islam beleidigen“. Zugleich war auf den mitgeführten Plakaten zu lesen: „Wir sind bereit für den Dschihad“ und „Lasst uns den dänischen Botschafter abschlachten“. Der dänische Botschafter konnte die Demonstranten beruhigen, indem er ihnen die Entschuldigung der Zeitung und die Haltung der Regierung erklärte.

Am gleichen Tag strahlte al-Dschasira eine Predigt des Hamas-Führers Khaled Mash’al in der großen Moschee von Damaskus aus, in der er die Europäer zu einer Entschuldigung aufforderte. Es gebe kein Gesetz über dem Allahs. „Unsere Nation wird nicht vergeben … Morgen schon werden wir auf dem Weltenthron sitzen … entschuldigt Euch heute, bevor es zu spät ist … Bevor Israel stirbt, wird es erniedrigt werden …“ Die Besucher der Moschee antworteten: „Tod Israel, Tod Amerika“
Am 4. Februar wurden die dänische und norwegische Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus von Demonstranten in Brand gesteckt. Dabei gingen auch die schwedische und chilenische Botschaft, die sich im selben Gebäude wie die dänische Botschaft befinden, in Fla mmen auf. In Gaza wurde das deutsche Kulturzentrum angegriffen und die deutsche Nationalflagge verbrannt.
Dänische und norwegische Staatsbürger wurden von ihren Regierungen aufgefordert, Syrien zu verlassen. Die USA warfen Syrien vor, die Angriffe auf die dänische Botschaft geduldet zu haben.[21]Der Iran kündigte Wirtschaftssanktionen gegen europäische Staaten an, in denen die Karikaturen erschienen sind.Am 5. Februar wurde die dänische Botschaft in Beirut von Demonstranten in Brand gesetzt, nachdem es Sicherheitskräften nicht gelungen war, die demonstrierende Menge zu zerstreuen. Einige der Demonstranten waren mit der Brandstiftung jedoch nicht einverstanden und versuchten, friedlich zu demonstrieren. Der libanesische Innenminister Hassan al-Sabaa trat daraufhin zurück.In Trabzon in der Türkei erschoss der 16-jährige Oğuzhan Akdin den katholischen Priester Andrea Santoro.[22] Als Motiv nannte der Täter die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in verschiedenen europäischen Ländern.[23] Am 10. Oktober 2006 wurde der Jugendliche Akdin von der Großen Strafkammer in Trabzon unter anderem wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren zehn Monaten und 20 Tagen sowie zu einer gerichtlichen Geldstrafe in Höhe von 250 YTL verurteilt. Der türkische Kassationshof bestätigte das Urteil.Die iranische Regierung kündigte an, ihren Botschafter aus Dänemark abziehen zu wollen.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed-Karikaturen#Internationale_Proteste_mit_Toten

Aber das war nicht alles, auch danach gab es Angriffe in islamischen Staaten & von Muslimen in der Diaspora auf Medien, wie „Charlie Hebdo“, & Zeichner, wie Kurt Westergaard:
„Am Neujahrstag 2010 vereitelte die dänische Polizei einen Anschlag auf Westergaard. Ein somalischer Asylbewerber schlug eine Fensterscheibe ein und drang mit Messer und Axt bewaffnet in das Haus des Zeichners ein, wo sich Westergaard mit seiner fünfjährigen Enkelin befand. Westergaard gelang es rechtzeitig in das zum Schutzraum umgebaute Bad zu flüchten, zu dem sich der Attentäter keinen Zutritt verschaffen konnte. Der Angreifer bedrohte auch die nur zwei Minuten nach Auslösung des Alarms eintreffenden Polizisten, wurde von ihnen angeschossen und überwältigt. Nach Angaben des dänischen Geheimdienstes PET hatte der Mann enge Verbindungen zu führenden Mitgliedern al-Qaidas in Ostafrika.[5][8] Anfang Februar 2011 wurde der Täter zu neun Jahren Gefängnis mit anschließender Ausweisung aus Dänemark verurteilt. Der Verteidiger legte Berufung gegen das Urteil ein.[9] Am 22. Juni 2011 wurde der Schuldspruch vom Vestre Landsret (Oberster Gerichtshof für das westliche Dänemark) bestätigt und die Strafe auf 10 Jahre mit anschließender Ausweisung erhöht.[10] Die Verurteilung erfolgte in beiden Instanzen aufgrund des Terrorismusparagraphen des dänischen Strafgesetzbuches,[10] was in der Presse als Zeichen gegen den islamistischen Terror begrüßt wurde.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Westergaard#Mohammed-Karikaturen
Trotz Entschuldigungen von verschiedenen westlichen Staatschefs & Organisationen, gingen die Attacken nicht zurück, sondern wurden intensiver, häufiger & brutaler. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich irgendein verwirrter, beleidigter Muslim sagte, das wenn ein Muslim in Indonesien zu Gewalt greifen könne, um seiner Wut über die Karikaturen Luft zu  machen, dies einem Muslim in Frankreich, oder sonstwo, nicht verwehrt werden könne. Doch anstaat dem Ganzen von Anfang an Grenzen zu setzen, hat man hier im Westen lieber vor islamistischen Staaten & Organisation gekuscht. Dies ist das Ergebnis. Solche Attacken kommen nicht aus dem Nichts, sondern sind ein Anzeichen dafür, das radikale Kräfte unsere Grenzen austesten. & wenn wir diesen radikalen Kräften grenzenlose Freiheit schenken, werden sie diese Freiheit gerne annehmen & unsere Freiheit wegnehmen. Wenn wir jetzt unsere Freiheit nicht verteidigen, werden wir verlieren. Europa hat zu lange den Naivling gespielt & Attentate gegen die USA & Israel als selbstverschuldet gebrandmarkt. Dies sollte man sich heute nicht mehr leisten.