Fundstück aus dem Internet (Part II)

Liebe Ladies & Fellas

Mal wieder bin ich im Internet auf etwas gestossen, zu dem ich meinen Senf dazugeben muss:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-04/tuerkei-verfassung-islam-atatuerk

Lenz Jacobsen & viele AKP-Apologeten machen hier einen Fehler:
Natürlich diskriminiert ein laizistischer Staat „Kopftuchmädchen“, das tut er allerdings auch mit allen anderen religiösen Menschen. Jüdische Männer dürfen weder in Frankreich noch in der Türkei an staatlichen Schulen in Kippot unterrichten. Was vollkommen okay ist.

Diese Form der Diskriminierung ist vollkommen akzeptabel, solange sie alle Menschen gleich trifft.

Und ja, die konservativen, sunnitischen Anatolier hatten unter CHP nicht viel zu sagen. Nur, woran lag das???

Lag das daran, dass sie diskriminiert wurden, weil sie Sunniten waren??? Unwahrscheinlich in einem Staat, in dem die Mehrheit sunnitisch ist.

Wahrscheinlicher ist, dass viele konservative, sunnitische Anatolier ungebildet sind, weil sie keinen Wert auf humanitische Bildung legen & ihren Mädchen & Frauen verbieten Hochschulen aufzusuchen, weil Mädchen & Frauen dort das Kopftuch ablegen müssten. Jemanden aber, der über keinerlei formale Bildung verfügt, mit tausenden Diplomen auszustatten & ihm Regierungsverantwortung zu geben, halte ich für verantwortungslos.

Aus gegebenem Anlass

Liebe Ladies & Fellas

Vorhin durfte ich diesen Artikel lesen:
http://taz.de/Gruener-Politiker-in-Schweden-tritt-zurueck/!5297349;m/

Dazu möchte das sagen:
Ich finde, viele linke Parteien machen einen unglaublichen Fehler damit, in jeder Person mit Migrationshintergrund, besser mit islamischem Migrationshintergrund, einen Verbündeten für progressive Ideen & Politik zu sehen.

Viele Migranten sind auch konservativ. Einige, wie eben dieser Herr Kaplan, haben sogar rechtsextremes wie auch antisemitisches Gedankengut.

Ein Mensch ist nicht deshalb ein besserer Mensch, weil er Mehmet, Milad oder Mazen heisst & aus einem Land im Mittleren Osten stammt. Es ist unglaublich naiv und/oder rassistisch, wenn man davon ausgeht, dass Leute, die migrieren müssen, dadurch zu besseren Menschen werden.

Es ist auch unglaublich naiv, anzunehmen, dass Menschen, die in ihrem Heimatland zur ethnischen & religiösen Mehrheit zählen, plötzlich ein Herz für Minderheiten & geisteigertes Bewusstsein für Toleranz entwickeln, weil sie plötzlich Teil einer Minderheit in eurer neuen Heimat sind.